Unterwasser Gedenkstätte

Der Friedhof von Malpique

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Tazacorte anno 1570

legte im Hafen ein Schiff mit 40 jesuitischen Missionaren an. Auf ihrem Weg nach Südamerika wollten sie in Tazacorte Wasser und Lebensmittel bunkern. Sie hatten es (so die Überlieferung) sehr eilig, da sie von hugenottischen Freibeutern verfolgt wurden. Bereits nach einigen Tagen waren die Lebensmittel an Bord gebracht.

Die Jesuiten hielten in der Kirche Las Angustias noch eine Abschiedsmesse und stachen, in dem Glauben die Piraten hätten ihr Vorhaben aufgegeben, in Richtung Santa Cruz de La Palma in See. Sie wollten dort noch einige Waren ausliefern. Der Glaube, die Freibeuter hätten ihre Hatz aufgegeben, war ein tödlicher Irrtum. Unter dem Kommando des französischen Piraten Jacques de Sores hatte sich die Flotte mit 5 Piratenschiffen an der Nordwestküste La Palmas versteckt, lauerten den Jesuiten auf und verfolgten sie.

Vor dem Leuchtturm von Fuencaliente enterten die Hugenotten das Schiff, schnitten den 40 Missionaren die Kehlen durch und warfen die Leichen ins Meer. ..  So weit die belegte Chronik der Überlieferung.

 

 

Die massakrierten Jesuiten wurden selig gesprochen

Man nennt sie seither die Märtyrer von Tazacorte

 

In Tazacorte und Fuencaliente ehrt man sie und gedenkt ihrer, auch in der Hoffnung auf ihren Schutz vor den Tücken des Meeres und der Vulkane. Nach den letzten Ausbrüchen in den 70er Jahren hat man an der Stelle des Meeres, wo das Gemetzel stattgefunden hatte, 40 Betonkreuze in etwa 16 Meter Tiefe auf den Meeresgrund gestellt.

Wie vor kurzem einer Zeitung (Correo del Valle) zu entnehmen war, sollen die selig gesprochenen  Jesuiten nun auch heilig gesprochen werden. Kontakte in Richtung Vatikan seien bereits aufgenommen.

 

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